Sasbach hat nun eine eigene Gemeinde-App

 

Die Sasbacher Gemeinde-App ist online. Der digitale Draht vom Rathaus zu den Bürgern und umgekehrt steht, so dass zur modernen Kommunikation und Information jetzt nur noch die Installation der App fehlt.

Die neue Gemeinde-App wurde in der Sitzung des Sasbacher Gemeinderats am Montag offiziell vorgestellt und damit auch freigeschaltet, so dass sich nun jeder die App kostenlos auf sein Handy oder Smartphone herunterladen kann. Die App ist für IOS und Android-Betriebssysteme ausgelegt, Nutzer finden sie in den entsprechenden Stores unter dem Namen »City Hub«.

Die Idee für die App wurde beim ersten Jugendhearing der kommunalen Jugendarbeit »Jugend meets Bürgermeister« im Januar 2016 geboren, an dem 32 Jugendliche teilgenommen und viele konkrete Ideen entwickelt hatten. Eine davon war die App. Sie wurde nun von Bürgermeister Wolfgang Reinholz und Jennifer Abele vorgestellt, die auch die App in Kooperation mit der Firma City-Hub Softfolio.chs strukturell präzisierte und zum Start inhaltlich mit den wichtigsten Infos füllte.

Verein sollen mitmachen

Die wichtigsten Applikationen sind eingerichtet, weitere sollen nun sukzessive folgen, sagte Jennifer Abele, die auch die Bürger einlud, Wünsche zu äußern. Besonders wichtig sei, dass Vereine und Einrichtungen mitmachen und ihre Informationen in die App einstellen, die dann wieder je nach Benutzerwunsch abgerufen werden können. Ziel sei, dass die Vereine ihre Hinweise selbst einstellen und ihre Seite dann auch pflegen, denn eine App lebe von aktuellen Terminen und Infos.

Besonders bürgerfreundlich sei die App unter dem Link »Kommunal Services«, dort finden sich neben einem Gemeindeporträt weiterführende Links zum Rathausteam, zum Gemeinderat, zu den Amtlichen Bekanntmachungen, zum Fundbüro und zu den Abfallterminen. Wer sich registriert hat, bekommt einen Tag vor dem anstehenden Mülltermin eine Erinnerung auf sein Handy.

Nach dem Antippen der App öffnet sich die Hauptseite und dort sieht der Nutzer eine Kamera mit der Unterschrift »Schadensmeldung«. Wenn der Bürger bei seinem Gang durch die Gemeinde einen Schaden, etwa ein ausgefallene Laterne, ein defektes Brückengeländer oder einen umgefallenen Baum sieht, kann er sein Handy zücken, ein Foto machen und nach genauer Betitelung des Schadens eine Meldung machen. Diese geht dann mit der genauen Ortung an die Verwaltung.

2000 Euro Zuschuss

Diese App eröffnet auch den Zugang zu anderen Gemeinden mit dem gleichen System, wie es am Montag hieß. Aktuell ist Sasbach die einzige Gemeinde in der Region, die eine solche App verwendet und daher eine gewisse Vorreiterrolle hat. Die Kosten inklusive einer 36-monatigen Dienstleistung betragen 4800 Euro, für die App bekam die Gemeinde einen Zuschuss von 2048 Euro vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration. Den Zuschussbescheid nahm Hauptamtsleiter Daniel Retsch in Stuttgart aus der Hand von Minister Thomas Strobel in Empfang.

Die Räte waren begeistert von der App und deren inhaltlichem Aufbau, Barbara Kowollik-Schneider regte an, dass parallel auch die Homepage der Gemeinde und die Termine auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Autor:
Roland Spether
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